Der hohe technische
Standard der dermatologischen Chirurgie bedarf einer ebenso sorgfältigen Aufarbeitung des
Operationspräparates durch den Dermatohistologen. Oft werden vom Operateur die
Schnittränder aus kosmetischen und technischen Gründen bewusst knapp gewählt
umso mehr ist dann eine penible Schnittrandkontrolle gefragt.
Langjährige Erfahrung
hat gezeigt, dass hier das einfachste Verfahren das Beste ist: der Operateur markiert
einen markanten Zipfel des OP-Präparates mit einem Faden. Das reicht aus! Per
definitionem wird dieser Faden bei der makroskopischen Aufarbeitung durch den
Dermatohistologen k r a n i a l ("12 Uhr" ) gelegt, und alle weiteren Aussagen
orientieren sich später an dieser Null-Stellung.
Je nach Größe und
Beschaffenheit des formalin-fixierten Materials werden verschiedene makroskopische
Zuschnitt-Techniken gewählt ("Brotlaibtechnik, Tübinger Torte" u.a.). Die
Entscheidung muss dem Dermatohistologen überlassen bleiben, der auch anschließend das
feingewebliche Bild bewertet.
Standardmäßig wird
die sog. Brotlaibtechnik weltweit bevorzugt, zumindest in unkomplizierten Fällen. Wir
schneiden das Gewebe brotscheibenartig restlos auf, wobei jede Scheibe als Segment ( A
......... ff ) markiert wird. Zusätzlich wird der in Aufsicht rechte Schnittrand
("BLAU") farbig markiert. Der in Aufsicht linke Schnittrand
("SCHWARZ") lässt sich dann im histologischen Schnitt gut vom Rechten abgrenzen.
Beispiel einer
histologischen Lokalisationsangabe: " ....... überschreitet (analog untenstehender
Skizze mit kranial-liegendem Orientierungsfaden) den linken ("schwarz")
Schnittrand in den Segmenten C-G, und den tiefen Schnittrand im Segment E. Alle
übrigen Schnittränder tumorfrei."
