FISH-Analyse
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FISH (Fluoreszenz in situ-Hybridisierung)-Analyse

Was ist die FISH-Analyse?
Bei der FISH-Analyse  werden eine oder mehrere Sonden, die mit einem Fluoreszenzfarbstoff markiert sind, direkt auf die Kern-DNA hybridisiert. Dadurch lassen sich mit Hilfe konventioneller Chromosomenfärbungen oft nicht sichtbare Veränderungen nachweisen.

Wobei lässt sich die FISH-Analyse anwenden?
Mit Hilfe der FISH-Analyse lässt sich eine Vielzahl chromosomaler Veränderungen nachweisen, zum Beispiel Translokationen bei verschiedenen Lymphomen
(Tabelle-1 und Bild-1) und die Amplifikation des her2/neu-Gens (Bild-2) beim Mammakarzinom und dessen Metastasen.

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Prinzip der FISH-Analyse

Was bringt die FISH-Analyse?
Das Ergebnis der FISH-Analyse ist vor allem beim Nachweis der Her2/neu-Amplifikation im Hinblick auf eine Therapie von diagnostischem Wert. Normale Epithelzellen besitzen zwei Kopien des Protoonkogens HER2 und exprimieren nur physiologische Mengen des wachstumsregulierendem Rezeptorproteins her2. Ungefähr 25% der invasiven Mammakarzinome zeigen eine Überexpression des Proteins, deren Ursache mit einer Amplifikation des zugehörigen Gens in Verbindung gebracht wird. Diese Proteinüberexpression lässt sich mit Hilfe konventioneller histopathologischer Beurteilung nicht erfassen und wird deshalb immunhistochemisch nachgewiesen. Die Ergebnisse werden je nach Intensität mit einer Graduierung von 0, 1+ ,2+, und 3+ beurteilt. Ein Score von 3+ zeigt regelmäßig eine Amplifikation und die Patientinnen profitieren von einer Antikörpertherapie mit Herceptin. Bei jeder vierten Patientin mit dem Score 2+ liegt ebenfalls eine Amplifikation vor, was mit dem Ansprechen auf eine Herceptin-Therapie assoziiert ist. Diese Amplifikation kann mittels FISH-Analyse nachgewiesen werden, wohingegen das immunhistochemische Ergebnis eines Scores von 2+ grenzwertig ist. Bei einem Score von 2+ kann das Resultat der FISH-Analyse also einen entscheidenden Hinweis zur Therapie liefern.

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18.01.2008 20:17